Ergebnisorientierter Naturschutzplan (ENP)

Beim ENP werden mit den LandwirtInnen konkrete Naturschutz-Ziele für die Naturschutzflächen am Betrieb festgelegt.
Bei einem Betriebsbesuch vereinbaren ÖkologInnen gemeinsam mit den LandwirtInnen konkrete Ziele, wie sich die Naturschutzflächen entwickeln sollen. Dann entscheiden die LandwirtInnen selbst, welche Maßnahmen im jeweiligen Jahr gut für die Zielerreichung geeignet sind und gut zur Betriebsorganisation passen. Auf einer Feuchtwiese kann z.B. folgendes Schutzziel vereinbart werden: „Breitblättriges Wollgras und Breitblättriges Knabenkraut sollen vereinzelt auf der Fläche vorkommen.“ Die Entwicklung der Ziele wird laufend von den LandwirtInnen beobachtet und dokumentiert und nach einigen Jahren gemeinsam mit den ÖkologInnen evaluiert. Für jede Fläche gibt es auch sogenannte Kontrollkriterien, z.B. „Es dürfen maximal 5 Ampferpflanzen auf der gesamten Fläche vorkommen.“ Die Kontrollkriterien können vom Technischen Prüfdienst der AMA kontrolliert werden.

Alle ENP-LandwirtInnen erhalten ein „ENP-Fahrtenbuch“ für den Traktor, das individuell für den Betrieb erstellt wird. Im Fahrtenbuch sind Schutzziele und Kontrollkriterien übersichtlich zusammengefasst und es enthält Tipps für die Zielerreichung. Die teilnehmenden ENP-LandwirtInnen dokumentieren im Fahrtenbuch genau, welche Bewirtschaftungsmaßnahmen sie auf den ENP-Flächen durchgeführt haben und wie sich die festgelegten Ziele entwickeln.
 
teilnehmende Betriebe
beobachtete Tier- und Pflanzenarten bzw. Strukturmerkmale