Monitoring der Großtrappe

„Wir schützen was wir kennen und schätzen!“
Die Großtrappe (Otis tarda) gehört zu den schwersten flugfähigen Vogelarten der Welt. In Österreich wird dem Schutz des gefährdeten Vogels in den letzten Jahrzehnten große Aufmerksamkeit geschenkt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem geeigneten Lebensraum, weshalb den LandwirtInnen eine besondere Rolle zukommt. Seit vielen Jahren bewirtschaften sie in den Trappengebieten einen Teil ihrer Flächen im Rahmen des Umweltförderprogrammes ÖPUL trappenfreundlich. Seit 2007 sind in Ostösterreich jedes Jahr mehr als 300 LandwirtInnen in das Monitoring der Großtrappe eingebunden. Dabei werden nicht nur die Vögel selbst erfasst, sondern auch die Kulturen bzw. Bewirtschaftungszeitpunkte auf den Trappenschutzflächen. Mit den Beobachtungsdaten der LandwirtInnen wird erforscht, wie sich beispielsweise unterschiedliche Kulturen auf die Verbreitung der Großtrappe auswirken – zum Beispiel Winterraps als Äsungsfläche auf die Winterverbreitung der Großtrappe. LandwirtInnen werden von TrappenexpertInnen geschult und helfen beim Monitoring dieser scheuen Vogelart mit, indem sie alle Beobachtungen, die sie im Rahmen der Bewirtschaftung ihrer Flächen machen, in Monitoringprotokolle eintragen. Somit liefern sie wertvolle ergänzende Daten für das umfangreiche Trappenmonitoring durch SpezialistInnen. Ziel des Projektes ist jedoch nicht nur die Datengewinnung, sondern zu erreichen, dass die BewirtschafterInnen für den Schutz der Großtrappe begeistert werden, denn bekanntlich kann man nur schützen was man auch kennt und schätzt. Die aktive Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Trappenschutz hat dazu beigetragen, dass der Bestand der Großtrappe in Österreich in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist.
 
teilnehmende Betriebe
beobachtete Tierarten