Schnittzeitpunkt nach Phänologie

"Mähen, wenn der Holler blüht"
Die prämienrelevante WF-Auflage „Schnittzeitpunktverzögerung anhand phänologischer Zeigerpflanzen“ ist ein europaweit einzigartiger Zugang, der auf wertvollen Mähwiesen gleichzeitig die Anliegen des Naturschutzes berücksichtigt und eine praktikable Bewirtschaftung gewährleistet. Dabei wird der Schnittzeitpunkt an Blüh- und Fruchtphasen ausgewählter Zeigerpflanzen ausgerichtet. Sobald etwa der Schwarze Holunder in Vollblüte steht, darf die Wiese gemäht werden. Durch diesen innovativen Ansatz werden die Schwankungen in der Vegetationsentwicklung - die durch den Klimawandel weiter verstärkten werden - automatisch berücksichtigt und eine auf die Naturentwicklung vor Ort bestens abgestimmte Flexibilität ermöglicht. Das Mähgut kann besser verwertet werden, womit auch die Akzeptanz der WF-Maßnahme im ÖPUL steigt. Gleichzeitig wird die alte Tradition der Naturbeobachtung wiederbelebt. Durch die Rückmeldung des Datums, an dem die jeweilige phänologische Phase der Zeigerpflanze eintritt, werden durch die Betriebe zudem wertvolle Daten gewonnen, welche die lokalen Klimaschwankungen bestens dokumentieren.
 
teilnehmende Betriebe
beobachtete phänologische Phasen