Schwarzer Apollofalter

Anspruchsvoller Falter mit Liebe zu Lerchensporn
Der Schwarze Apollo war früher ein häufiger Schmetterling der zum Großteil extensiv genutzten Kulturlandschaft im Mitterpinzgau. Die traditionellen 2-mähdigen Wiesen mit relativ spätem ersten Schnitt und nahen Strukturen wie Hecken, Säumen und Waldrändern boten einen idealen Lebensraum, in dem der anspruchsvolle Falter den kompletten Lebenszyklus vollziehen konnte. Die Raupen sind Feinschmecker und fressen ausschließlich an Lerchensporn-Arten. Wenn die geschlüpften Falter ab Ende Mai fliegen ist dieser zwar bereits verblüht, die Weibchen können allerdings auch die Knollen des Lerchensporns anhand ihres Duftes ausfindig machen und so die Eier in der Nähe der Futterpflanze ablegen. Die Falter selbst brauchen während ihrer Flugzeit ausreichend Saugpflanzen, die genug Nektar für die Energieversorgung bieten. Besonders beliebt sind rote und violette Blüten wie Kuckucks-Lichtnelke und Vogelwicke. Hauptsächlich durch die frühere erste Mahd vieler Wiesen und den Rückgang wertvoller Lebensraumstrukturen ist der Schwarze Apollo inzwischen nur noch vereinzelt anzutreffen. Eine wichtige Maßnahme zur Förderung des Schwarzen Apollo ist eine erste Mahd frühestens Mitte-Ende Juni, jedenfalls 2 Wochen nach dem Schlüpfen der Falter. Dadurch werden sowohl verpuppte Raupen geschützt, als auch eine Vielzahl an Nektarpflanzen für die erwachsenen Falter erhalten. Bäuerinnen und Bauern, die ein Auge auf den Schwarzen Apollo haben, melden ihre Beobachtungen und liefern so wichtige Daten für die Evaluierung der gesetzten Maßnahmen und die Planung des zukünftigen Habitatmanagements.
 
Beobachtete Tierarten
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