Blauschillernder Feuerfalter

Kleine violette Schönheit im Salzburger Lungau
Der Blauschillernde Feuerfalter ist eine farbenprächtige Besonderheit der heimischen Tierwelt. Er bewohnt halboffene Feuchtgebiete und trägt seinen Namen wegen der auffällig, violett gefärbten Flügeloberseite der Männchen. Er ist vom Aussterben bedroht und kommt in Salzburg nur im Lungau auf wenigen verbliebenen Feuchtwiesenarealen vor. Die kleine Falterart lebt bevorzugt in der Nähe von Moorstandorten und ist stark an seine Raupenfutterpflanze, den Schlangenknöterich gebunden. Die erwachsenen Falter hingegen saugen Nektar an Wiesenknöterich und Sumpf-Vergissmeinnicht. Fliegen sehen kann man ihn in Österreich von Anfang Mai bis Ende Juni. Zweige oder exponierte Mädesüßtriebe dienen ihm als Ansitzwarten. Der Blauschillernde Feuerfalter benötigt strukturreiche Lebensräume meist im Bereich schattiger, von Gehölzgruppen durchsetzen Waldlichtungen, aber auch feuchte Hänge oder versumpfte Senken. Die wesentliche Gefährdungsursache und hauptverantwortlich für das Verschwinden dieser Art ist einerseits die Zerstörung von Mooren durch Entwässerung und Trockenlegung, aber andererseits auch die Aufgabe extensiver Nutzungsformen. Schutzmaßnahmen zielen generell auf ein hohes Angebot an ungemähten Feuchtflächen mit großen Beständen der Raupenfutterpflanze, dem Schlangenknöterich, ab. Mit solchen Vertragsnaturschutzmaßnahmen und einem begleitenden Monitoring helfen BäuerInnen und Bauern den Bestand des farbenprächtigen Falters im Lungau zu erhalten und zu stabilisieren. Das Monitoring befindet sich derzeit noch in einer Pilotphase.
beobachtete Tierarten
Monitoringstart